Sind geprägt von der Einrichtung einer Kunstabteilung an der Jugendmusikschule, die zunächst die Namenserweiterung Jugendmusik- und Kunstschule zur Folge hat – einige Jahre später wird dieser Namen dann in Musik- und Kunstschule verändert, da inzwischen auch Erwachsene – wenn auch nur in geringem Umfang – Unterricht erhalten können. Karl-Josef Weßeler wird zum Leiter dieser Abteilung gewählt und baut quasi aus dem Nichts verschiedene Kurse aus den Bereichen Bildende Kunst und Darstellendes Spiel auf. Die Satzung der MKS erfährt eine wichtige Ergänzung, da nun auch das kreative Angebot und stärker prozessorientierte Kurse in den Unterrichtsplan aufgenommen werden
Des weiteren arbeitet die Musik- und Kunstschule auf Initiative des Leiters und Stellvertreters sehr stark im Bereich fachübergreifender Projekte. So z. B. 6 Jahre regelmäßig mit den Bühnen der Stadt Wuppertal und deren Musikdramaturgen, Ronald F. Stürzebecher mit je einer Kindermusiktheater-Produktion pro Spielzeit.
Hierbei wirken jeweils zwischen 50 und 60 Schülerinnen und das inzwischen äußerst leistungsstarke Sinfonieorchester der Schule mit. Die Aufführungen von „Ritter Oblong“ und besonders die musikalische Bühnenfassung der beliebten Geschichte „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ - beide Stücke wurden vom Leiter der MKS gezielt für diese Arbeit komponiert - werden zu einem echten Publikumsrenner nicht nur im Bergischen Raum, sondern durch Gastspiele auch in anderen Städten der BRD.
Durch Wolfgang Heitmann entwickelt sich eine äußerst rege Jazz-Szene an der MKS, die schließlich in einen speziellen Remscheider Wettbewerb „Der kleine Jazz-Löwe“ mündet. Ein Unternehmen, das großzügig über 12 Jahre von der Remscheider Wellpappenfabrik Otto Hampel unter ihrem Geschäftsführer, Peter de Groote, gesponsert wird. Mit diesem Projekt gewinnt die MKS einen 2. Preis in einem Wettbewerb der „Gothaer Versicherung“, der vorbildhafte Kultur-Unternehmungen zwischen kommunalen Institutionen und der freien Wirtschaft auszeichnet.
Die Kunstabteilung entwickelt sich trotz schwieriger räumlicher und personeller Bedingungen in beachtlichem Maße weiter. Mit Theaterprojekten der Schauspielgruppe „Brot und Spiele“ werde eigene Stücke sowie eigene Formen der szenischen Präsentation konzipiert und so erlangt die Kunstabteilung immer stärkere überregionale Aufmerksamkeit. Mehrere Mitglieder dieser Gruppe sind inzwischen erfolgreich in der professionellen Theater- und Filmszene tätig. Eine davon ist Christine Urspruch, die eine bedeutsame Theater, Film- und Fernsehkarriere gemacht hat.
Ein historischer Rückblick muss auch deutlich machen, dass all dies ohne die weit über den tariflichen Rahmen hinaus mitarbeitenden Sekretärinnen, Monika Kissing, Sabine Peuker (verstorben 2008), Sabine Wagefeld und Karin Ehlers nicht möglich gewesen wären.
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