Die 80er Jahre

Sind geprägt von der Einrichtung einer Kunstabteilung an der Jugendmusikschule, die zunächst die Namenserweiterung Jugendmusik- und Kunstschule zur Folge hat – einige Jahre später wird dieser Namen dann in Musik- und Kunstschule verändert, da inzwischen auch Erwachsene – wenn auch nur in geringem Umfang – Unterricht erhalten können. Karl-Josef Weßeler wird zum Leiter dieser Abteilung gewählt und baut quasi aus dem Nichts verschiedene Kurse aus den Bereichen Bildende Kunst und Darstellendes Spiel auf. Die Satzung der MKS erfährt eine wichtige Ergänzung, da nun auch das kreative Angebot und stärker prozessorientierte Kurse in den Unterrichtsplan aufgenommen werden

Des weiteren arbeitet die Musik- und Kunstschule auf Initiative des Leiters und Stellvertreters sehr stark im Bereich fachübergreifender Projekte. So z. B. 6 Jahre regelmäßig mit den Bühnen der Stadt Wuppertal und deren Musikdramaturgen, Ronald F. Stürzebecher mit je einer Kindermusiktheater-Produktion pro Spielzeit.

Hierbei wirken jeweils zwischen 50 und 60 SchĂĽlerinnen und das inzwischen äuĂźerst leistungsstarke Sinfonieorchester der Schule mit. Die AuffĂĽhrungen von „Ritter Oblong“ und besonders die musikalische BĂĽhnenfassung der beliebten Geschichte „Jim Knopf und Lukas der LokomotivfĂĽhrer“ - beide StĂĽcke wurden vom Leiter der MKS gezielt fĂĽr diese Arbeit komponiert - werden  zu einem echten Publikumsrenner nicht nur im Bergischen Raum, sondern durch Gastspiele auch in anderen Städten der BRD.

Durch  Wolfgang Heitmann entwickelt sich eine äuĂźerst rege Jazz-Szene an der MKS, die schlieĂźlich in einen speziellen Remscheider Wettbewerb „Der kleine Jazz-Löwe“ mĂĽndet. Ein Unternehmen, das groĂźzĂĽgig ĂĽber 12 Jahre von der Remscheider Wellpappenfabrik Otto Hampel unter ihrem GeschäftsfĂĽhrer, Peter de Groote, gesponsert wird. Mit diesem Projekt  gewinnt die MKS einen 2. Preis in einem Wettbewerb der „Gothaer Versicherung“, der vorbildhafte Kultur-Unternehmungen zwischen kommunalen Institutionen und der freien Wirtschaft auszeichnet.

Die Kunstabteilung entwickelt sich trotz schwieriger räumlicher und personeller Bedingungen in beachtlichem Maße weiter. Mit Theaterprojekten der Schauspielgruppe „Brot und Spiele“ werde eigene Stücke sowie eigene Formen der szenischen Präsentation konzipiert und so erlangt die Kunstabteilung immer stärkere überregionale Aufmerksamkeit. Mehrere Mitglieder dieser Gruppe sind inzwischen erfolgreich in der professionellen Theater- und Filmszene tätig. Eine davon ist Christine Urspruch, die eine bedeutsame Theater, Film- und Fernsehkarriere gemacht hat.

Ein historischer RĂĽckblick muss auch deutlich machen, dass all dies  ohne die weit ĂĽber den tariflichen Rahmen hinaus mitarbeitenden Sekretärinnen, Monika Kissing, Sabine Peuker (verstorben 2008), Sabine Wagefeld und Karin Ehlers nicht möglich gewesen wären.


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Wir danken dem ehemaligen Leiter der MKS
Prof. Thomas Holland-Moritz
fĂĽr diesen Text.