60er und frĂĽhe 70er Jahre

Mit der Expansionsphase der Musikschulen im gesamten Gebiet der BRD entwickelt sich auch die Jugendmusikschule Remscheid stetig weiter und arbeit konsequent nach dem Strukturplan des Verbandes deutscher Musikschulen und bietet praktisch alle Unterrichtsarten und- formen an.

Die JMS erhält mit der ehemaligen Stadtbücherei endlich ein eigenes Gebäude, das Kollegium wächst und die Sicherung der Leitungsebene gelingt durch Einrichtung einer stellvertretenden Leitung und ausreichender Mitarbeiterinnen im Sekretariat.

Ein Schwerpunkt der JMS liegt im Bereich der Musikalischen Früherziehung, bei der Karl Lorenz bewusst einen eigenen Weg geht, da er sich nicht mit dem inzwischen entstandenen Curriculum „Musikalische Früherziehung“ des VdM identifizieren kann.

1970 beeindrucken Früherziehungsgruppen aus Remscheid die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des 1. Symposiums zu diesem Thema nachdrücklich, darunter ist auch der Direktor des Salzburger Orff-Instituts, Prof. Wilhelm Keller, der den Remscheider Weg als einen kindgemäß richtigen in einem Abschlussstatement besonders hervorhebt.

Inzwischen hat sich auch der Leistungsstand des Instrumentalunterrichts enorm entwickelt, was sich an der Zahl der Preisträgerinnen bei den jährlich stattfindenden Regional-, Landes- und Bundeswettbewerben „Jugend musiziert“ zeigt. Unvergessene und an Auf- und Ausbau der JMS vorbildhaft beteiligte hauptamtlich angestellte Lehrkräfte tragen dieses Image in den Folgejahren weiter:
Thilde Lorenz, Ilse Lorenz, Ruth Wefelnberg, Rita Anton, Christel Jentges, Kristin Klaas, Libuse Tomanovà, Renate Otten, Ingeborg Gäb, Drahomir Toman, Gerhard Hübner, Roswitha und Wolfgang Heitmann, Kwok Fun Seto.

Darüber hinaus konnte sich die JMS glücklich schätzen, viele nebenberufliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Städtischen Orchester und anderen Institutionen zu gewinnen, die sich ebenfalls mit ihrer Lehrtätigkeit gestaltend und prägend in den Unterrichtsbetrieb integrieren.

Der stellvertretende Leiter, Reinhard Göltl, baut ein Musikschulorchester auf, das sehr schnell zu einem qualitativ hochwertigen Klangkörper heranwächst und vielbeachtete Konzerte vor allem mit Musik aus Barock und Klassik gestaltet.

Aufgrund erster einschneidender Sparvorhaben des Rates und der Verwaltung gründet sich 1968 der Förderverin der Jugendmusikschule (Vffr), der bis heute besteht und aus dem Kreis der zahlreichen Vereine innerhalb der Stadt nicht mehr wegzudenken ist. Einflussreiche und engagierte Persönlichkeiten haben sich dankenswerterweise immer wieder als Vorsitzende zur Verfügung gestellt und den Gedanken der musischen Kinder- und Jugendbildung in die Öffentlichkeit getragen sowie bei Politikern und der Verwaltungsspitze um Anerkennung und Unterstützung dieser Arbeit geworben.

Fritz Winterhoff als Rektor einer Grundschule, Lothar König und Wolfgang Neuhöffer aus dem Bereich der freien Wirtschaft haben hier wesentliches bewirkt. Ebenso in jüngerer Zeit Rolf Enke, Reinhard Rödig und Ludwig Hoppe.


weiter mit '70er Jahre'

 

 

Wir danken dem ehemaligen Leiter der MKS
Prof. Thomas Holland-Moritz
fĂĽr diesen Text.