Querflöte
Heide Rieth, 

Ab welchem Alter kann mein Kind das Instrument spielen?

Mit der Kinder-Querflöte kann ein Kind mit 5 Jahren beginnen. Oft wird zu Schulbeginn oder nach der Früherziehung mit dem Querflötenspiel begonnen.

Für Jugendliche und Erwachsene ohne jegliche Vorkenntnisse ist ein Einstieg jeder Zeit möglich.

Welche Unterrichtsformen gibt es?

Es gibt Einzel- und Gruppenunterricht. Die Kleingruppe ist eine gut geeignete Form. Je nach Alter und Können ergibt sich die Zusammenstellung und Größe der Gruppe.

Gibt es an der MKS Leihinstrumente?

Es gibt die normal große Querflöte als Leihinstrument und für die jüngeren Kinder eine Querflöte mit gebogenem Mundstück. Das Instrument kann 1 Jahr ausgeliehen werden.

Welche Möglichkeiten des Ensemble-Spiels gibt es?

Die Querflöte eignet sich für alle Formen des Zusammenspiels. Wenn man die Grundfertigkeiten erlernt hat, ist es gut bald mit anderen zusammen zu spielen um möglichst schnell ins Musizieren einzutauchen.

Die Möglichkeiten an der Musik- und Kunstschule sind vielfältig: Querflöten-Ensemble, Jazz-Combos, Popbands, Folkgruppen, Filmmusik, Improvisation, Orchester, Klassische Kammermusik und jede Art des Zusammenspiels mit anderen Instrumenten im Duo, Trio oder Quartett.

Was muss man für ein Anfängerinstrument bezahlen?

Es geht bei ca. 600,- € los. Von billigen Internetkäufen bzw. China-Importen ist dringend abzuraten, da eine gute Mechanik für die Zuverlässigkeit des Instrumentes wichtig ist. Der Klang der Querflöten ist je nach Hersteller und Preisklasse unterschiedlich. Es ist ratsam sich vor dem Kauf mit dem Lehrer zu besprechen und gebrauchte Instrumente vom Lehrer ausprobieren zu lassen. Ein Instrumentenbauer in der Nähe ist von Vorteil.

Beratung zum Unterricht:

rieth.mks-remscheid[at]netcologne.de

Tel. 0221 - 134343

 

Wissenswertes über die Querflöte

Die Querflöte gehört zu den Holzblasinstrumenten. Sie ist ein Orchesterinstrument und ist auch unter dem Namen „Böhmflöte“ bekannt. Lange Zeit wurde die Querflöte aus verschiedenen Hölzern gebaut. Heutzutage kennen wir sie als ein glänzendes silbriges Instrument mit vielen Klappen. Diese filigrane und komplizierte Bauweise entwickelte der Flötist und Instrumentenbauer Theobald Böhm. Sein Instrument von 1832 war eine Ringklappenflöte. Er ließ beinahe nichts beim Alten. Statt Holz verwendete er Metall, änderte die Dicke der Rohrwand, sowie Anzahl, Größe  und Anordnung der Löcher und  sogar das Mundloch bekam eine neue Form. So entstand der Name: Böhmflöte.

Nach Böhms einschneidenden Verbesserungen  verbreitete sich die Flöte schnell. Die bessere Intonation  und flexiblere Fingertechnik regte viele Komponisten dazu an Werke für das neue Instrument zu schreiben. Mit der neuen Literatur steigerten sich auch die  musikalischen Leistungen und es entstanden neue Spieltechniken. Durch die Lehrer Taffanel, Gaubert und natürlich  Moyse gewann Ende des vergangenen Jahrhunderts Frankreich eine Vormachtstellung in der Flötenwelt.

Auch heute wird weiter experimentiert und geforscht, um das Instrument zu verbessern und die zeitgemäßen Ausdrucksformen zum Klingen zu bringen. Die Matusi-Flöte von Matthias Ziegler erzeugt einen Klang, der an chinesische Bambusflöten erinnert. Die Kingma-Flöte ermöglicht ein Spiel von Mehrklängen, Glissandi und Vierteltönen.

Die Querflöte ist in verschiedenen Musikstilen zu Hause: Klassik, Jazz, Rock, Pop, Folk (speziell in der irischen Musik ist es die Holzquerflöte, engl. Flute). Es gibt viele hervorragende Flötistinnen und Flötisten in den unterschiedlichen Musikstilen. Einige, wie z.B. James Galway (Klassik), James Newton (Jazz) oder Ian Anderson (Jethro Tull) gewinnen für die Querflöte Liebhaber, indem sie neue Musikbereiche für das Instrument erschließen.