Das Oratorium »Unter gleichem Himmel« von Saad Thamir lässt die drei monothe- istischen Religionen und die daraus resul- tierenden unterschiedlichen Traditionen verschiedener Völker musikalisch zusammen- kommen. Auf der Bühne treffen sich arabische Musiker mit westlichen Chorsängern. Arabisch, Lateinisch und Hebräisch hört man in der Bearbeitung berühmter islamisch- klassischer Gesänge kombiniert mit Zitaten des »Benedictus« von Franz Liszt und des »Kyrie eleison« von William Byrd.
Westliche und orientalische Musikstile laufen sowohl parallel als auch verschränkt, keine verliert je- doch den eigenen Charakter und keine dominiert. Die arabische Musik, die sich durch die ihr typische Melodik und Rhythmik auszeichnet, und die Harmonik westlicher Musik sind gleichwertig. Es findet ein Handreichen auf der Bühne statt zwischen den unterschiedlichen Religionen und Kulturen, wobei die jeweilige musikalische Eigenart erhalten bleibt. Es ist nicht islamisch, nicht christlich, nicht jüdisch – weder orientalisch, noch westlich, noch hebräisch. Das Ergebnis ist das Gemeinsame. Die Komposition lässt Religionen und Völker auf musikalischer Ebene begegnen.
Arabische Musiker, das Sidare-Quintett mit seinen Originalinstrumenten treffen auf westliche Chorsänger (Chor »Les Saxosythes«, Ltg: Dietmar Bonnen) und einen jüdischen Kinderchor (Chorklassen Realschule/MKS)).
Karten nur über die Theaterkasse Tel.: 16-2650

